Archive for Was mich grade aufregt…

Was mich grad aufregt – 4

Das hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html

Allerdings bin ich da ganz ein wenig im Zwiespalt: einerseits hat der zitierte Herr recht, Den Rest des Beitrags lesen »

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Was mich grad aufregt -3

Diätkonzepte und speziell WeightWatchers.

Ich werd es NIE verstehen, warum Leute dafür Geld (und ja nicht wenig) ausgeben. Damit meine ich nicht nur Den Rest des Beitrags lesen »

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Was mich gerade aufregt – 2

Nicht, daß ich mich aufregen WILL, aber manchmal verstehe ich einfach nicht, wie andere Leute ticken. Heute stand ich Den Rest des Beitrags lesen »

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Was mich grade aufregt…1

…ist ein Artikel in einem thematisch nahestehenden blog, wo der Autor sich aufregt über Trauben aus Indien und Ägypten, Äpfel aus Argentinien, und wie schlecht das alles doch sei für die armen Leute dort.

In einem Kommentar schreibt er aber dann „ich habe versucht, ohne Importware zu leben, aber das schränkt mich zu sehr ein.“

Bitte, was ist das denn für eine Einstellung? Vollwert ja, aber lokal und saisonal nicht, sondern „für mich“ bitte ganzjährig die volle Auswahl aus der ganzen Welt“? Ich war erst mal wirklich sprachlos.

Naiverweise hatte ich bislang angenommen, wer sich ernsthaft Gedanken um seine Ernährung mache, erkenne notwendigerweise früher oder später auch die ganzen Zusammenhänge dahinter. Man kann nicht über Bio-Nahrung reden, ohne etwas über Pflanzenschutzmittel und GVO zu lernen, und darüber kommt man sehr schnell zu den Verflechtungen der Konzerne und ihren durchaus ethisch fragwürdigen Vorgehensweisen.

Welche Art von Mensch denkt jetzt mitten in PeakOil noch, daß es ewig so weitergehen könnte wie bisher?

Ist es denn so schwer, seine Gewohnheiten zu hinterfragen, und sich von einigen, die sich negativ auf die Umwelt auswirken, zu trennen?

Nichts davon ist doch wirklich überlebenswichtig – ich muß doch nicht ganzjährig Orangen, Bananen, und Ananas und sonstige Tropenfrüchte haben, über Sommer gibt es genügend einheimisches Obst, und im Winter neben Trockenobst auch noch Lageräpfel und -Birnen – wer braucht da zu Weihnachten israelische Erdbeeren und chilenischen Spargel? Mit Gemüse dasselbe  – BRAUCHT man die ganze Palette an Mittelmeergemüse im Winter wirklich? Ich finde, nein.

Wer rein saisonal und lokal kauft, und womöglich noch in Bio-Qualität, tut mit Sicherheit mehr für die Umwelt und die Zukunft seiner Kinder, als jeder andere. Es geht doch auch nicht nur um die Arbeitskräfte der Erzeuger im Ausland und deren oft unterirdische Produktionsbedingungen (es reicht, bis nach Almeria zu gucken), sondern um eine Stärkung der (Bio)Landwirtschaft hier im Lande.

Wenn niemand einheimische Produkte kauft, werden die Erzeuger früher oder später verschwinden und aufgeben, weil sie nicht davon leben können. Das kann aber nicht in unserem Sinne sein, denn dann begeben wir uns in eine noch größere Abhängigkeit, als sie jetzt schon besteht. Meiner persönlichen Meinung nach ist es wichtig, alles zu tun, um den Konzernen und ihren Monopolisierungsplänen in die Suppe zu spucken.

Dazu gehört Bio-Anbau ohne patentierte Hybridsorten, Erhalt alter Lokalsorten zur Bewahrung der Gene, ein Pflanzenschutz ohne Gentechnik und Allroundkiller, und am wichtigsten, die Unterstützung der Leute, die das alles schon tun: kauft lokal/saisonal/bio!

Letzten Endes geht es um die Kontrolle dessen, was ich esse: ich will keine Pflanzenschutzmittelreste, ich will keine getötete Natur, nur weil die Bauern keine Fruchtfolge einhalten wollen um des Profits willen, und ich will keine Nahrung, auf deren Produktion die Konzerne ein Monopol haben.

Das kann man aber nur erreichen, indem man die Produzenten stärkt – auch wenn es teurer und unbequemer ist und „mich einschränkt“ – wir haben nur diese eine Welt, und es ist eine Minute vor Zwölf.

Kommentare und Tomatenwürfe dringend erwünscht! 😉

edit: ja, ich trinke noch Kaffee – aber ich bin immerhin von 4 Kannen konventionell auf 3 Tassen FairTrade pro Tag runter 😉

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